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Militär-Katholikenrat unterstützt Berliner Dreikönigspreis

  • Bernd Streich bei der Laudatio. © KS / Jörg Volpers
  • Bernd Streich bei der Laudatio. © KS / Jörg Volpers

  • Überreichung des Dreikönigspreises. © KS / Jörg Volpers
  • Überreichung des Dreikönigspreises. © KS / Jörg Volpers

  • Dr. Thomas Schimmel dankt für die Preisverleihung. © KS / Jörg Volpers
  • Dr. Thomas Schimmel dankt für die Preisverleihung. © KS / Jörg Volpers


Berlin, 26.01.2018. Inzwischen ist es schon zur guten Tradition geworden: Zu Beginn des Jahres verleiht der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin einen Integrationspreis, und sein Pendant, der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof, unterstützt dies nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

In diesem Jahr wurde ein Verein geehrt, der sich seit 2012 dem Religions- und Kulturdialog widmet, nämlich die „Franziskanische Initiative 1219“. Am Ende des Pontifikalamts mit Erzbischof Dr. Heiner Koch in der St. Hedwigs-Kathedrale machte dies der Vorsitzende des Berliner Diözesanrats, Bernd Streich, bekannt und nannte in seiner Laudatio die Gründe: Mit geringem Aufwand (zwei hauptamtlich Beschäftigte) setzt sich die Initiative von Berlin ausgehend „auf unterschiedliche Weise für den Dialog der Religionen und Kulturen ein“, leistet „damit einen wichtigen Beitrag gegen Vereinfachung, Vorurteile und Xenophobie“ und fördert „das freie, friedliche und gedeihliche Miteinander“.

In seinen anschließenden Dankesworten erläuterte der Leiter der „Franziskanischen Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e. V.“, Dr. Thomas M. Schimmel, ihren langen und ungewöhnlichen Namen: Im Jahr 1219, also vor fast genau 800 Jahren, trafen sich während des fünften Kreuzzugs der heilige Franz von Assisi und das militärische und geistliche Oberhaupt der Muslime, Sultan Al-Kamil, in Ägypten zum Gespräch. Dies gilt nicht nur für den weltweiten Franziskanerorden als Beginn für den interreligiösen Dialog – und das in kriegerischen Zeiten!

Dr. Schimmel sagte wörtlich: „Leider kann unser Vorsitzender, Pater Claudius Groß, heute diese Auszeichnung nicht entgegennehmen, da er schwer erkrankt ist. ... Das Preisgeld werden wir für eine Publikation über Gebet in den verschiedenen Religionen einsetzen.“ Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Michaela Arndt nahm er Urkunde und Preisgeld aus den Händen der Vorsitzenden Streich und Oberstleutnant Gereon Gräf unter dem Beifall von Erzbischof Koch, der Konzelebranten und aller Mitfeiernden entgegen.

Beim anschließenden Neujahrsempfang des Erzbistums und des Diözesanrats in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde das gute Verhältnis zwischen den Vertretern der verschiedenen Konfessionen und der Militärseelsorge sowie ihrer Laienvertretung deutlich. In seiner Ansprache begrüßte Diözesanrats-Vorsitzender Streich ausdrücklich auch die uniformierten und nicht-uniformierten Teilnehmer und lud unter dem Motto „Wir müssen reden“ zum Kennenlernen und zum Gespräch ein. Deutlich wurde auch, dass es bei der Beteiligung des Militär-Katholikenrats mit 700 Euro am Dreikönigspreis von insgesamt 1.500 Euro nicht um eine rein Berliner Angelegenheit geht: Zwar war die Zusammenarbeit durch den ebenfalls anwesenden, früheren Katholikenrats-Vorsitzenden, Oberstleutnant Thomas Aßmuth (Berlin / Schwielowsee), zustandegekommen, doch wird dieses Engagement auch unter dem neugewählten Vorsitzenden Gräf (Sulzbach-Rosenberg / Amberg) fortgesetzt.

zum Bericht bei der Deutschen Franziskanerprovinz

Urkunde des Dreikönigspreises 2018 (PDF-Datei, 1 Seite)

Ansprache des Diözesanrats-Vorsitzenden (PDF-Datei, 2 Seiten)

Jörg Volpers


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