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59. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes

vom 17. bis 23. Mai 2017 unter dem Thema:

Dona nobis pacem - Gib uns deinen Frieden



21.05.2017, Gottesdienst und Abschied

Internationaler Gottesdienst in der Basilika Pius X. © Christina Lux

Internationaler Gottesdienst in der Basilika Pius X. © Christina Lux

Mit dem Gottesdienst und der Internationalen Abschiedsfeier in der Basilika Pius X. ging die 59. Internationale Soldatenwallfahrt zuende. Die Teilnehmer hatten jedoch die Möglichkeit, verschiedene Gottesdienste zu besuchen. So fand eine Eucharstiefeier auf dem Pic du Jer statt, andere Eucharistiefeiern gab es im Zeltlager der deutschen Pilger.

     

Internationaler Abschlussgottesdienst mit dem französichen Militärbischof Luc Ravel



Gottesdienst auf dem Pic du Jer © KS / Barbara Dreiling

Gottesdienst auf dem Pic du Jer © KS / Barbara Dreiling

Gottesdienste auf dem Pic du Jer und im Zeltlager

Etwa 80 Pilgerinnen und Pilger haben sich zu Fuß und mit der Zahnradbahn zum Gipfel des Pic du Jer aufgemacht. Dort lud Militärdekan Romanus Kohl zur Eucharistiefeier ein. Im Anschluss gab es ein Picknick.

Gottesdienst im Zeltlager © KS / Jörg Volpers

Gottesdienst im Zeltlager © KS / Jörg Volpers




Bildergalerie Lourdes 2017




20.05.2017, Gottesdienst im Zeltlager, Kirchenkaffee und "Talk Over-Beck"

Ein Soldat empfängt das Sakrament der Firmung. © Christina Lux

Ein Soldat empfängt das Sakrament der Firmung. © Christina Lux

Lourdes, 20.05.2017. Schon seit geraumer Zeit gehört zum Samstagmorgen der Friedenswallfahrt ein Pontifikalamt der deutschen Teilnehmer mit dem Katholischen Militärbischof auf dem Messplatz im Zeltlager. Bei gemischtem Wetter konnte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck dem Stabsunteroffizier Marco Cygan aus Weiden in der Oberpfalz das Sakrament der Firmung spenden. Firmpate war Pfarrhelfer und Diakon Herbert Sturm, der den Soldaten seit dem Entschluss während der Lourdes-Wallfahrt 2016 auf seinem Weg begleitet hatte.

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Vor der Firmspendung war der Militärbischof auf das Motto „Gib uns Frieden!“ sowie den Begriff „Vertrauen“ eingegangen. Er sagte in seiner Predigt u. a.: „Frieden kann nicht gemacht werden, er muss gestiftet werden – Frieden braucht Vertrauen!“ Vertrauen brauche jedoch auch eine lebendige Tradition, in der Bundeswehr wie in der Kirche. Mit dem Satz „Glaube ist Vertrauen“ leitete er schließlich über zur Firmung und ihren Zeichenhandlungen, wobei er besonders auf die symbolische Rückenstärkung des Firmlings hinwies, die dadurch deutlich werde, dass sein Pate ihm eine Hand auf die Schulter legt.

Am Ende der Messe gratulierte Militärbischof Overbeck noch zwei anwesenden „Geburtstagskindern“ und bedankte sich beim Heeresmusikkorps Kassel, das nicht nur bei diesem Gottesdienst, sondern auch zu vielen Gelegenheiten während der Wallfahrt als musikalischer Botschafter auftrat.

Den Soldatinnen und Soldaten unter den mitfeiernden Wallfahrern werden besonders zwei Aspekte aus den Bischofsworten in Erinnerung bleiben: Seine Würdigung des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr vor genau 25 Jahren in Kambodscha und die Wertschätzung der in den vergangenen Wochen immer wieder kritisierten Streitkräfte: „Wenn es Kritik gibt, gibt es hier Bereitschaft zur Veränderung.“

Predigt von Militärbischof Overbeck (PDF-Datei, 5 Seiten)

Jörg Volpers

Zitate: „Für uns, die Katholische Militärseelsorge, war damals so klar wie es heute ist: Wohin immer auch Soldaten gehen, begleiten wir sie!“ (Militärbischof Overbeck zum UNTAC-Einsatz ab 22.5.1992)

„Darum ist die Gebetsbitte der diesjährigen Soldatenwallfahrt ‚Gib uns Frieden‘ zu ergänzen durch die Bitte ‚Lass immer mehr Vertrauen wachsen!‘“ (Schlusswort der Predigt)



Selfies und Autogrammstunde mit Militärbischof Overbeck . © Christina Lux

Selfies und Autogrammstunde mit Militärbischof Overbeck . © Christina Lux

Selfies und Autogramme

Der Kirchenkaffee ist bei den Standortgottesdiensten in den Kasernen nicht wegzudenken. Auch bei einer Soldatenwallfahrt darf er nicht fehlen, denn er bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vor allem aber konnte man dort Selfies mit Militärbischof Overbeck und Autogramme bekommen!



© Christina Lux

© Christina Lux

Herr Bischof! Ich hätte da mal eine Frage.

"Wollten Sie schon immer Bischof werden oder gab es da auch andere Pläne in Ihrem Leben?" "Wie läuft so ein typischer Tag eines Bischofs ab?" Solche und ähnliche Fragen bewegten die Soldaten bei der Gesprächsrunde "Talk Over-Beck" mit dem Katholischen Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Etwa 80 Pilgerinnen und Pilger haben sich im Schatten der Bäume auf dem Mont des Béatitudes versammelt, um mit ihrem Bischof Overbeck ins Gespräch zu kommen. Die Moderatorin, Frau Hauptmann Manja Domack, eröffnete die Runde mit Fragen, die Pilger bereits auf der Anreise im Sonderzug für den Bischof notiert hatten.

Bischof Overbeck ging auch auf die Sorgen vieler Bundeswehr-Soldaten ein, die sich nach dem Skandal um Rechtsextremismus in der Truppe in die rechte Ecke gestellt fühlen. Für ihn sind „Pauschalurteile nicht angemessen“. Gleichzeitig warb er für einen wahrhaftigen Umgang mit Geschichte. Die symbolische Ausradierung von Zeichen oder das Abhängen von Bildern wie dem Foto von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform in Hamburg seien nicht hilfreich.

(bd)



Major Christoph Hammrich (li.) wird im nächsten Jahr die Leitung des Sonderzuges 2 übernehmen. © Christina Lux

Major Christoph Hammrich (li.) wird im nächsten Jahr die Leitung des Sonderzuges 2 übernehmen. © Christina Lux

Abschiede, Gratulationen und Stabwechsel

Zu jeder Lourdes-Wallfahrt gehören auch personelle Veränderungen: So fügte es sich in diesem Jahr, dass der Französische Militärbischof, Msgr. Luc Ravel, der kürzlich zum Erzbischof von Straßburg ernannt worden und letztmals Gastgeber der PMI war, am Wallfahrtssonntag, 21. Mai, seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Dazu wurde ihm während der Internationalen Abschlussfeier in der unterirdischen Basilika „Pius X.“ gratuliert – u. a. von seinem Mitbruder Militärbischof Franz-Josef Overbeck.

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Oberstleutnant Siegfried Czorny (59) aus dem Allgäu, derzeit stationiert bei der NATO in Geilenkirchen, der seit der 48. Wallfahrt 2006 zehnmal teilgenommen hatte und siebenmal Militärischer Leiter des bayerischen Sonderzugs war, scheidet demnächst aus der Bundeswehr aus. So überreichte ihm am Samstag der Geistliche Pilgerleiter, Militärdekan Msgr. Johann Meyer, zum Dank und als „Gedächtnisstütze“ die große Wallfahrtsmedaille und einen Kupferstich der Rosenkranzbasilika. Zugleich übergab er symbolisch den „Staffelstab“ an Major Christoph Hammrich.

Der Militärbischof besucht während jeder Wallfahrt die Krankengruppe. Diese wurde in den letzten Jahren von Militärpfarrer Max Ziegler (Bundeswehr-Krankenhaus Ulm) geistlich begleitet. Am Ende eines Gottesdienstes in kleiner Runde im Accueil Notre-Dame verabschiedeten Bischof Overbeck und die Wallfahrtsleiterin des deutschen Anteils, Petra Hammann aus Berlin, den Klinikseelsorger, der 2018 in gleicher Funktion in sein Bistum zurückkehren wird. Seine Aufgabe wird Pater Roman Fries, Militärseelsorger am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz, übernehmen. (JV)






19.05.2017, Soldatenwallfahrt beginnt an der Grotte Massabielle

© Christina Lux

© Christina Lux

Hunderte Soldaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die 59. Internationale Soldatenwallfahrt in Lourdes mit einem Gottesdienst an der Grotte Massabielle begonnen. Die Eucharistiefeier unter Leitung des Österreichischen Militärbischofs Dr. Werner Freistetter wurde mitgestaltet vom Heeresmusikkorps Kassel und den Fahnenabordnungen der Armeen.

Die Grotte Massabielle ist der Ort der Marienerscheinungen im Jahr 1858. © Christina Lux

Die Grotte Massabielle ist der Ort der Marienerscheinungen im Jahr 1858. © Christina Lux

Militärdekan Oliver Hartl aus Niederösterreich sagte in seiner Predigt, dass Christen nicht zu blindem Gehorsam verpflichtet seien. Im Gegenteil sei jeder „frei zu denken und zu handeln nach unserem Gewissen“. Als Soldaten sollen sich die Gottesdienstteilnehmer für den Frieden in der Gesellschaft in Dienst nehmen lassen. Das Ziel müsse sein, „scheinbare Gegensätze zu einem Miteinander werden zu lassen“, so Militärdekan Hartl.

Bis Sonntag versammeln sich etwa 12.000 Soldatinnen und Soldaten aus aller Welt zur 59. Internationalen Soldatenwallfahrt in dem französischen Marienwallfahrtsort Lourdes. (bd)



Militärpfarrer Stephan Lorek führt die Teilnehmer entlang der Stationen des Kreuzwegs. © KS / Barbara Dreiling

Militärpfarrer Stephan Lorek führt die Teilnehmer entlang der Stationen des Kreuzwegs. © KS / Barbara Dreiling

Meine Wege durch-Kreuz(t) – ein Kreuzweg

Lebenswege werden oft durchkreuzt: Jemand kann seinen Beruf nicht mehr ausüben, eine langjährige Beziehung zerbricht, eine Krankheit stellt die Familie auf den Kopf, ein geliebter Mensch stirbt. Doch wie gehen wir damit um?

Der Katholische Militärpfarrer Stephan Lorek ist mit Soldaten und deren Angehörigen während der Soldatenwallfahrt in Lourdes den Kreuzweg gegangen, der über einen Berg am Rande der Wallfahrtsstätte verläuft.

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14 lebensgroße Skulpturen bilden die Szenen des Leidens und Sterbens Jesu ab. Die Teilnehmer konnten die Darstellung betrachten und den Impulsen von Pfarrer Lorek zuhören: So wie Jesus das Kreuz auf seine Schultern nahm, könnten auch Menschen von heute lernen, das Unvermeidliche anzunehmen. So wie Veronika Jesus ein Schweißtuch reichte, könnten auch wir einander kleine Dienste tun, sagte Militärpfarrer Lorek.

Der Kreuzweg ist ein jahrhundertealter christlicher Meditationsweg. Menschen betrachten gehend das Leiden und Sterben Jesu Christi. Die meisten Kreuzwege bestehen aus 14 Stationen in Form von Bildern an Kirchenwänden oder im Freien. (bd)



Militärpfarrer Stanko erklärt die Symbolik der Ikonostase der Oberen Wallfahrtskirche. © Christina Lux

Militärpfarrer Stanko erklärt die Symbolik der Ikonostase der Oberen Wallfahrtskirche. © Christina Lux

Den Glauben feiern: Gottesdienste und Kirchenräume Erleben sakraler Räume

Militärpfarrer Dr. Petro Stanko vom Katholischen Militärpfarramt Ingolstadt und Militärdekan Dr. Jochen Folz, Katholisches Militärpfarramt Neubiberg, gaben eine Einführung und Erklärung der Symbolik und Bedeutung kirchlicher Architektur in west-und ostkirchlicher Tradition am Beispiel der Oberen Wallfahrtskirche und der ukrainischen Kirche in Lourdes. Zum Ausklang war die gut besuchte und interessierte Gruppe bei ukrainischen Ordensschwestern zu einem Imbiss eingeladen. Sie nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Eindrücke unter einander auszutauschen. (Marlene Beyel)

 

 




17./18.05.2017, Pilgern nach Lourdes

Der erste Stempel im Pilgerpass © KS / Barbara Dreiling

Der erste Stempel im Pilgerpass © KS / Barbara Dreiling


Pilgern bedeutet nicht einfach, eine Pilgerstätte zu besuchen. Zum Pilgern gehört der Weg und das Sich-auf-den-Weg-machen dazu. Deshalb sind über 700 Teilnehmer aus Deutschland zur 59. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes gestartet.

Zur Soldatenwallfahrt gehört das Pilgern im Sonderzug © KS / Barbara Dreiling

Zur Soldatenwallfahrt gehört das Pilgern im Sonderzug © KS / Barbara Dreiling

Die Pilger fahren in Sonderzügen die über 1.500 Kilometer lange Strecke bis zu dem französischen Marienwallfahrtsort. In den Zügen erhalten sie den ersten Pilgerstempel und stimmen sich miteinander auf die Wallfahrt ein.

Gottesdienst im Wormser Dom © KS / Barbara Dreiling

Gottesdienst im Wormser Dom © KS / Barbara Dreiling

Ein besonderer Moment auf dem Pilgerweg waren die gemeinsamen Eröffnungsgottesdienste in Worms und Offenburg. Militärdekan Romanus Kohl ging in seiner Predigt auf das Wort Jesu "Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein" ein. "Einen Dienst zu tun, das zeugt von Größe", sagte der Militärseelsorger.

Die Pilger erhalten die Pilgerabzeichen im Sonderzug. © KS / Barbara Dreiling

Die Pilger erhalten die Pilgerabzeichen im Sonderzug. © KS / Barbara Dreiling

Während der zweitägigen Pilgerreise in den Sonderzügen erhielten die Pilger auch die Pilgerabzeichen: Das internationale Pilgerabzeichen mit dem Schriftzug "Dona nobis pacem" und das Abzeichen der deutschen Katholischen Militärseelsorge. Desweiteren haben die Pilger im Zug ihre Fragen an Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck notiert. Die Fragen auf den Kärtchen werden dem Bischof am Samstag während der Gesprächsrunde "Talk Over-Beck" vorgetragen. (bd)




Weblog Lourdes 2017

Lourdesblogger Sven und Johanna. © privat

Lourdesblogger Sven und Johanna. © privat

Ein persönliches Online-Tagebuch

Hauptfeldwebel Sven vom 5. Feldjägerregiment 3 aus der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim und seine Frau Johanna bloggen live von der 59. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes.

Zum Weblog Lourdes 2017










Informationen

  

Die 59. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes stand unter dem Thema "Dona nobis pacem" - "Gib uns deinen Frieden".

Seit 1958 treffen sich jedes Jahr Soldaten aus etwa 48 Nationen in Lourdes/Südfrankreich zur Internationalen Soldatenwallfahrt. Aus der Bundesrepublik Deutschland gab es bisher über 100.000 Teilnehmer.  







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